Ruthenium

ruthenium chem

Der deutsche Chemiker und Physiker Gottfried Wilhelm Osann (1796 – 1866) und der schwedische Chemiker Jöns Jakob Berzelius (1796 – 1866) entdeckten Ruthenium bereits 1827, aber erst 1844 wurde dieses seltene Platinbegleitelement von dem deutsch-russischen Chemiker Karl Ernst Claus (1796 – 1864) eindeutig identifiziert. Wie bereits von Osann vorgeschlagen, nannte er es Ruthenium nach Ruthenia, der lateinischen Bezeichnung seines Heimatlands Russland.
Ruthenium ist ein hartes, sprödes Metall. Selbst bei hohen Temperaturen lässt es sich mit den üblichen Metallverarbeitungsprozessen nicht umformen.

Anwendungen
Ruthenium ist Legierungsbestandteil von Platin und Palladium zur Erhöhung von Verschleißfestigkeit, in Titanlegierungen erhöht bereits ein kleiner Anteil von Ruthenium stark die Korrosionsbeständigkeit. Es wird als Katalysator eingesetzt sowie als Beschichtung von Festplatten und Solarzellen.