Platin

platin

Im Gegensatz zu Gold und Silber hat Platin eine recht junge Geschichte als eigenständiges, bewusst wahrgenommenes Metall. Man vermutete zunächst eine besondere Form von Silber und nannte es abfällig in Diminutivform „Silberchen“, spanisch „Platina“ von Plata, Silber.
Durch seinen hohen Schmelzpunkt konnte man es aber nicht in Reinform gewinnen. Erst dem Chemiker Wilhelm Carl Heraeus (1827 – 1904) gelang es, das Platin 1856 in einer Knallgasflamme aus Wasserstoff und Sauerstoff zu schmelzen.

Anwendungen
Platin wird vor allem für Katalysatoren für die Abgasreinigung und für die Düngemittel- und Blausäureproduktion eingesetzt. Vielfältige Laborgeräte wie Tiegel, Schalen und Spezialprodukte werden aus Platin und Platin- Legierungen hergestellt.
Es wird verwendet für hochwertige Zündkerzenelektroden, in der Glasindustrie und wegen seiner hohen Verträglichkeit in der Medizintechnik.
Mit Platinbeschichtungen (Sputtertarget) kann man heute schon mehrere Terabyte auf einer 3,5“ – Festplatte speichern.