Osmium

osmium

1804 wurde Osmium zusammen mit Iridium von dem englischen Chemiker Smithson Tennant (1761 – 1815) entdeckt, als er Rückstände von in Königswasser aufgelöstem Platin untersuchte. Osmium leitet sich ab von dem altgriechischem Osme für Geruch, da Osmiumtetroxid stechend nach Rettich riecht. Es ist hochgiftig.
Osmium ist sehr hart und hat von allen Elementen das höchste spezifische Gewicht (Doppelt so schwer wie Blei). Die Gewinnung ist sehr aufwendig, man schätzt die weltweite Produktionsmenge auf gerade einmal 100 kg pro Jahr.

Anwendungen
Der Firmenname „Osram“, bekannt für Glühbirnen, gibt schon einen Hinweis auf die Verwendungsmöglichkeiten. Osram setzt sich zusammen aus den Wörtern Osmium und Wolfram, beide Metalle wurden ihres hohen Schmelzpunkts wegen früher für Glühfäden genutzt. In der Nukleartechnik werden radioaktive Osmium-Isotope verwendet. Osmium findet sich in Platinlegierungen zur Erhöhung der Härte in Anwendungen für Herzklappen, Abtastnadeln, Füllhalterspitzen usw.